FIRST-Segelboote nun auch als Alu-Variante

Sie haben die Nachricht sicher schon gelesen: Die BENETEAU FIRST-Boote haben Zuwachs bekommen. Nachdem unsere französische Werft BENETEAU vor 2 Jahren die Mehrheitsanteile an der slowenischen Marke Seascape von Andraz Mihelin gekauft hatte, wurde dies durch die Umbenennung der Boote von Seascape in FIRST dokumentiert. „Ein kluger Schachzug“, sagt Segel-Experte Lars Reisberg: „BENETEAU konnte sich die Neuentwicklung und das Bauen einer Produktions-Struktur für neue Boote unter 30 Fuß sparen und auf die bereits etablierten – und sehr erfolgreich am Markt agierenden Seascapes zurückgreifen.“ Eine Win-win-Symbiose: Seascape profitierte vom größten Händlernetz des Weltmarktführers und konnte so den Absatz steigern – BENETEAU wiederum konnte sich sofort im Marktsegment 14 bis 27 Fuß etablieren. „Nun folgte der nächste logische Schritt“, so Reisberg weiter: „Der Ausbau der Zielgruppe und Käuferschicht.“

Seascape – oder FIRST-Boote – sind reinrassige Racer. Alle vier Boote, die FIRST 14, 18, 24 und 27 segeln hervorragend und sehr erfolgreich in Regatten rund um die Welt, die Seascape-Community ist eine lebhafte, eingeschworene Gemeinschaft: „Aber die Boote sind nicht für alle interessant.“, erklärt Reisberg: „Carbon-Rigg, Laminatsegel, viel Segelfläche und wenig Gewicht: Es ist sehr schnelles aber eben auch bisweilen für viele Kunden ein sehr anspruchsvolles Segeln.“ Für Einsteiger oder gar Familie mit Kindern eher ein Ticken zu viel Racing. „Das hat BENETEAU und Seascape nun verändert: Mit den neuen FIRST-Booten wird Seascape-Segeln einfacher, sicherer und eeeeeeetwas weniger rasant – und zudem preislich auch attraktiver.“ Wie sie das geschafft haben? „An den Rümpfen ist kaum etwas verändert worden. Wir haben das Carbon-Rigg durch Aluminium ersetzt. Wir haben Backstagen hinzugefügt für mehr Sicherheit, die Laminatsegel sind mit Dacron ausgetauscht worden und die Segelfläche etwas verringert. Voila: Die neue Alu-Variante, die Familien-First!“

Die neue Alternative für schnelles Familiensegeln – FIRST 27

Am eindrucksvollsten ist dieser evolutionäre Schritt an der FIRST 27 zu sehen. „Die FIRST 27 ist bisher die größte Seascape und erfreute sich bis dato mit etwa 150 gebauten Einheiten vor allem bei Einhand-Racern. Dieses Boot bieten wir auch weiterhin als FIRST 27 SE unverändert an. SE steht übrigens für „Seascape Edition“ und beschreibt ab sofort für alle FIRST-Boote die Carbon-Variante“, erklärt Lars Reisberg. „Was die neue FIRST 27 Alu-Variante angeht, so hat sich die Solo-Racing-Maschine zu einem echten Familienboot gemausert …“ Die neue FIRST 27 kommt zunächst einmal mit einem Inbord-Diesel auf fester Welle. Das steigert den Komfort beim Fahren unter Maschine gewaltig: „Das Klappsystem der FIRST 27 SE im Cockpitboden ist super, weil man für die Regatta einen komplett glatten Rumpf ohne Verwirbelungen bekommt – aber doch ziemlich umständlich für den segelnden Familienvater. Zudem stinkt Benzin für den Außenborder. Die kleine Inbord-Diesel ist ein großer Schritt nach vorn.“, so lars Reisberg.

Desweiteren wird die neue FIRST 27 mit einer ganz neuen Decks-Schale ausgestattet: Man sieht es schon auf den Fotos. „Der Decksaufbau bekommt, da strukturell von dem originalen der Carbon-27 verschieden, die großen Fenster der FIRST 24 spendiert. Die Rumpffenster bleiben natürlich, wie auch die Decksluken. Mit den neuen zusätzlichen Fenstern wird der Innenraum unheimlich hell und Licht durchflutet.“ Des weiteren wird ein 1.70 m tiefer, fester Kiel mit Bleibombe installiert: „Das Boot ist weiterhin voll trailerbar – die ganze Kiel-Hydraulik entfällt, wir schaffen zusätzlich Platz innen.“ Das Alu-Rigg ist genauso hoch wie bei der Carbon-Variante, durch die Backstagen aber wird das Großsegel von Flat-Top auf Pinhead umgestellt und die Segelfläche um 4 Quadratmeter verkleinert: „Auch Fock und Gennaker sind etwas kleiner. Insgesamt hat die neue Alu-27 nun 39 Quadratmeter Segelfläche – 8 Quadratmeter weniger als die FIRST 27 SE.“ Sie ist damit immer noch mehr als flott unterwegs: „Am Ende liegt eine gut ausgestattete FIRST 27 bei rund 85.000 bis 95.000 Euro Netto ab Werft – das ist immerhin 5.000 bis 10.000 Euro unter dem Preis der Racer-Schwester FIRST 27 SE.“, so Reisberg: „Ich finde, das kann sehr interessant für die kleine Familie, die auf schnelles Coastal Cruising aus ist, werden: Denn die Alu-First 27 bietet nun auch eine kleine Pantry mit Waschbecken und Kocher und im Cockpit Sitzbänke mit mehr Stauraum.“ Sie interessieren sich für die Alu- (oder auch Carbon-)Variante der FIRST 27? Senden Sie uns gern eine E-Mail und erhalten unverbindlich die Preis- & Optionsliste zum Selbstkalkulieren.

Alu-FIRST 24: Simpel, sicher & flott

Was bei der FIRST 27 sehr gut klappt, kommt bei der FIRST 24 (LINK) auch gut. „Auch hier hat BENETEAU in Zusammenarbeit mit Seascape den Bleistift geschwungen und geschaut, wie man das schnelle Biest etwas zähmen kann und dabei den Preis attraktiver bekommt. Im Ergebnis hat sich das Projektteam dazu entschieden, den Schwenkkiel zu belassen, denn ein Festkiel hätte wenig bis keine Vorteile gebracht. Dennoch sind die Veränderungen auch bei der FIRST 24 signifikant.

„Das Alu-Rigg mit dem Achterstag vermittelt vor allem Anfängern ein größeres Sicherheitsgefühl“, so Segel-Experte Reisberg: „Das Gewicht des Bootes erhöht sich durch den Verzicht auf das Carbon leicht von 960 kg bei der FIRST 24 SE auf nun 985 kg. Anders als bei der FIRST 27 ist die Masthöhe um 21 cm verringert worden – zusammen mit dem Pinhead Großsegel wurde damit die Segelfläche am Wind Fock plus Groß von 40 auf 32 Quadramter verringert. Das alles macht die neue FIRST 24 leichter beherrschbar für Anfänger – rein rechnerisch hängt dieses Boot aber noch immer die meisten der Wettbewerberinnen in der 24-Fuß-Klasse ab.“

Auch der Gennaker ist etwas moderater gestaltet und mit 50 Quadratmeter ganze 13 Quadratmeter kleiner, als der des Racers 24 SE: „Dennoch dürfte das Aufheißen des Gennis der Alu-24 für Herzklopfen und Beschleunigung sorgen“, sagt Lars Reisberg. Im Innenraum hat die Werft wenig bis nichts verändert: Die FIRST 24 war innen von jeher schon sehr bescheiden ausgestattet und bot daher jede Menge Potenzial für individuelle Einbauten: „Ab Werft kommt sie mit 230 Volt Landanschluss oder 50 Watt Solar-Anlage, wenn man das will – eine Port-a-potty, eine Kühlbox sind dann Upgrades, die der Eigner selbst vornimmt.“ Wir empfehlen die FIRST 24 – gleich ob SE oder Alu – mit einem Torqeedo Travel 1103 auszustatten.

„Um das noch einmal ganz deutlich zu sagen: Die bisherigen „Seascapes“ gibt es nachwievor“, so Reisberg: „Die heißen jetzt nur „SE“ und kommen unverändert race-ready mit Winner-Potenzial. Die neuen Alu-Boote sind ein Zugeständnis an das Feedback vieler interessierter potenzieller Käufer, denen die – teure – Ausrichtung der Boote auf Regatten und Speed zu extrem war.“ Eine gut ausgestattete FIRST 24 wird zwischen 55.000 und knapp unter 60.000 Euro Netto ab Werft kosten – die Racer SE-Variante 63.000 bis 68.000 Euro. „Auch hier ergibt sich vor allem für den Einsteiger oder die Familie echtes Einsparpotenzial. Zusammen mit dem Plus an Sicherheit ein attraktives Angebot, denke ich“, so Reisberg weiter. Senden Sie uns eine E-Mail, wenn Sie sich für die FIRST 24 oder FIRST 24 SE interessieren – eine Carbon-Variante haben wir in Hannover sofort verfügbar!

Echtes Einsteiger-Potenzial für Jollen-Fans: FIRST 14

Die kleinste aus der FIRST-Familie hat sich in den letzten beiden Jahren zu einem echten Verkaufsschlager entwickelt: Die 14 Fuß-lange Jolle begeistert jung wie alt mit überragenden Segeleigenschaften und Power ohne Ende: „Das Boot geht ab wie Schmidt´s Katze, möchte man sagen“, erklärt Reisberg: „Viele unserer Kunden senden uns whatsapp-Filme und Fotos von neuen Geschwindigkeitsrekorden. Einige aber – und das schmerzt schon zu sehen – fanden die FIRST 14 SE zu extrem. Das tut dann schon weh, neue, gerade ausgelieferte Boote auf eBay zu sehen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir nun für Einsteiger die etwas „gezähmtere“ Alu-FIRST 14 anbieten können“, erklärt Reisberg.

An den Daten ändert sich auch hier kaum etwas. Der Rumpf ist weiterhin Vakuum-infusioniert. Das Rigg aus Alu ist teilbar, wie beim Carbonmast auch schon, und schnell auf- und abgebaut. Durch den Alumast erhöht sich das Gewicht des Gesamtbootes von 67 kg auf 71 kg. „Die Segelfläche des Großsegels ist durch einen schmaleren Segelkopf um 1 Quadratmeter verkleinert worden, die Selbstwendefock blieb gleich.“ Somit kann die Alu-14er mit 10.7 gegenüber 11.7 Quadratmetern gesegelt werden. Besonders erfreulich und deutlich spürbar ist der Preis: Eine FIRST 14 Alu mit Vollpersenning, Taschen für Ruder und Mast sowie den abnehmbaren Sliprädern kostet 10.198 Euro Netto ab Werft – die FIRST 14 SE mit der gleichen Ausstattung 12.000 Euro Netto. „Die Differenz wäre ein schöner Trailer oder das Budget für einen Segelurlaub an einem norditalienischen See“, so Reisberg.

„Mit der neuen FIRST 14 als Alu-Version eröffnet sich für diese Jolle nun endgültig das Potenzial, ein echtes Einsteigerboot zu werden“, sagt Lars Reisberg. Zwar ist der Preis noch immer recht hoch, dafür bleibt auf der Alu-Variante die gleiche Produktionsqualität, die auch den Carbon-Booten innewohnt: Gute Beschläge von Ronstan, Leinen von Robline usw.. Es sollen weiterhin gut segelnde Boote sein, die ihrem Namen „First“ (und inoffiziell „Seascape“) alle Ehre machen. „Bei der Alu-FIRST 14 könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass die einen oder anderen Papas & Mamas dies für den segelnden Nachwuchs in Betracht ziehen werden …“

Welche FIRST ist Ihre?

Sie vermissen die FIRST 18? Nun, die 18er war schon immer etwas speziell: „Dir FIRST 18 wird von 90% unserer Kunden – und aller Kunden weltweit – in One Design Klassen im Regattamodus gesegelt. Dieses Boot hat kaum Käufer gefunden, die damit Tourensegeln veranstalten.“, erklärt Reisberg: Im Vorfeld des Alu-Projektes sind extensive Marktstudien durchgeführt worden die anscheinend ergeben haben, dass für die FIRST 18 kein Bedarf an einer Alu-Version besteht. „Die alte Seascape 18, die Sie bisher als FIRST 18 gekannt haben heißt nun aber trotzdem FIRST 18 SE, damit jeder weiß, dass dies die Carbon-geriggte Variante ist.“ Übrigens haben wir eine nagelneue SE in Hannover vorrätig.

Also – welcher FIRST-Typ sind Sie? Egal, ob „SE“ mit Carbon und Laminat-Power im Einhand-Racing-Rausch oder etwas komfortabler mit Aluminium-Mast und weißen Tourensegeln: Wir würden uns sehr freuen, Sie auf Ihre Traum-FIRST beraten zu dürfen und gemeinsam mit Ihnen herauszufinden, welche am besten zu Ihnen, Ihren Fähigkeiten, Ihrem Revier und Ihren Seglerträumen passt.

AHOI und Handbreit!

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