OCEANIS 30.1 – Testsegeln!

Lange haben Sie gewartet – und wir auch! – und nun können wir endlich von unseren ersten Segel-Erfahrungen mit der neuen OCEANIS 30.1 berichten. Der neueste Zugang in der OCEANIS-Flotte von BENETEAU hat seit der Boot Düsseldorf 2019 für Schlagzeilen gesorgt und lange Schlangen am Messetstand. Wir haben keine Mühen gescheut, den Prototypen bei der Werft für zwei weitere Regionalmessen für Sie wieder nach Deutschland zu holen: Die neue Kleine hat viele Gäste bei der Bodensee-Messe in der Ultramarin sowie vergangene Woche beim Hamburg ancora Yachtfestival begeistert.

Tolle Figur am Steg!

Wir verlegten die OCEANIS 30.1 nach dem Yachtfestival an den Steg und luden Sie, liebe Kunden, Interessenten und Freunde von ENJOY YACHTING, zu drei Tagen Probesegeln auf dem Boot ein. Wir freuten uns über so viel Interesse und volle Termin-Slots an den drei folgenden Tagen – vor allem über Interessenten, die die einmalige Probesegel-Chance genutzt haben und den langen Anfahrtsweg von Süddeutschland an die Ostsee auf sich genommen haben.

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Schon am Steg machte die OCEANIS 30.1 eine schöne Figur: Auch wenn unsere OCEANIS 46.1 daneben doch eindrucksvoll beweist, wie groß eine Yacht werden kann, ist die Verwandtschaft beider Französinnen doch eindeutig erkennbar: Das Rumpfdesign der OCEANIS 30.1 weist die selben Merkmale ihrer großen Schwestern auf. So verfügt die 30.1 über große Rumpffenster, die für vie natürliches Licht im Inneren und tolle Ausblicke beim Segeln sorgen. Der breite Rumpf mit den Kimmkanten vorn sorgt für das geräumige Volumen innen. Der Bugspriet nimmt Segelperformance bei Leichtwind unter Gennaker vorweg und die Doppelruderanlage sorgt für zentimetergenaues Manövrieren im Hafen.

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Apropos Hafen-Manöver: Bei den mittlerweile fast 30 Absolvierten An- und Ablegevorgängen beweist das Boot exzellentes Handling unter Maschine. Die Yacht benötigt nur etwas Fahrt und kann tatsächlich sowohl über den Bug in Vorwärtsfahrt wie – und vor allem – über Heck beim Ruckwärtsfahren zentimetergenau selbst in enge Liegeplätze bugsiert werden. Sicher hilft hier auch die Breite von nur 2.99 Metern. Doch nun endlich – auslaufen und Segel hochziehen!

Top-Segelleistung – einfaches Handling

Das Wetter an den drei Testtagen war zugegeben eher Mäßig: Wind bis maximal 12 Knoten, dafür keine Welle und wenigstens keinen Regen. Das Revier in der Lübecker Bucht ist unserem Segel-Experten Lars Reisberg wohl bekannt, sodass er mit dem Boot und den Gästen die lokalen Windverhältnisse wie Düsenwirkungen in Ufernähe und eine beständige Düse in der Hafen-Einfahrt nutzen konnte, um wenigsten kurzzeitig stärkere Winde zu erfahren.

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Die OCEANIS 30.1 kommt im Standard mit einem durchgelatteten Großsegel mit Square-Top das  24 Quadratmeter Fläche bietet. Das Segel ist von Hand schnell gesetzt und das durchgesetzt. Wir empfehlen, die standardmäßige Selbstwende-Fock durch das Up/Downwind-Paket und eine Rollgenua zu ersetzen, die dann anstelle 15.7 Quadratmeter die maximalen 22.4 Quadratmeter bietet. Mit nun insgesamt knapp 47 Quadratmetern Amwind-Segelfläche ist die OCEANIS 30.1 mehr als ausreichend “motorisiert”.

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Bereits wenig Wind reicht um die OCEANIS 30.1 in Fahrt zu bekommen. Sie krängt leicht, bei Böen bis 25 Grad und wandelt die Energie sofort in Vortrieb um. Die Ruder geben für eine Radsteuerung ungewohnt direkt Feedback, das Boot lässt sich sensibel an die Windkante bringen und einfachst steuern. Bei nur 10 Knoten wahren Wind bekommen wir die OCEANIS 30.1 auf immerhin 6.5 Knoten, am Wind auf fast 7 Knoten, was knapp an der konstruktiven maximalen Rumpfgeschwindigkeit von 7.5 Knoten ist. Wir und unsere Gäste sind begeistert!

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Manöver fahren sich leicht und schnell. Dank der doch überschaubaren Segelfläche lässt sich eine Wende bequem alleine fahren, vor allem, wer den Autopiloten ordert und die Ruderarbeit dem Computer überlässt. Auch Halsen sind kinderleicht – zumindest bei leichtem und mäßigem Wind – da das Groß wie bei einer Jolle kontrolliert und sicher per Hand umgelegt werden kann. Am Wind aber macht die OCEANIS 30.1 am meisten Spaß – die Steuerposition ist sitzend und stehend auf der Hohen Kante perfekt, wenn sie anspringt bei einer Bö macht diese Fahrtenyacht einen unglaublich agilen Eindruck – hoher Spaßfaktor!

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Da der Gennaker noch nicht vorbereitet war, konnten wir diesen noch nicht ziehen – holen das aber nach und werden berichten. Alles in allem fühlt sich die OCEANIS 30.1 unter Segeln super an. Diese kleine große Yacht kann sportlich-aggressiv (vor allem bei mehr Wind) gesegelt werden, bietet aber auch Urlaubs-Potenzial. Sie ist jederzeit kontrollierbar, gutmütig im Steuerverhalten und sehr agil auf den Blättern. Eine tolle Mischung! Segel-Experte Lars Reisberg wird das Boot nun ca. 700 sm und 2 Wochen lang nach Schweden segeln: “Ich freue mich darauf, die Facetten der OCEANIS 30.1 noch intensiver bei hoffentlich mehr Wind und mehr Welle testen zu können! Außerdem all die praktischen Erfahrungen in puncto “Leben an Bord” live zu erleben.” Wir werden sicher berichten!

Cockpit-Life und Yacht-Feeling am Steg

Zurück im Hafen und achteraus am Steg konnten wir die Tage noch einige Facetten dieses “Boating-Life” erleben: Bequem über die Badeplattform zu erreichen lädt das überraschend geräumige Cockpit zum Sitzen und Klönen ein. Der Tisch ist klappbar und bietet genug Abstellfläche für Getränke und alle Utensilien, die man für ein Abendessen zu zweit und gegebenenfalls auch mit Gästen benötigt. Tolle Yacht!

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Sie können das Boot wieder in 2020 live bei uns testen, vorerst wird der Prototyp nun Deutschland verlassen. ENJOY YACHTING bietet Ihnen noch einen letzten Produktionsslot einer voll konfigurierbaren OCEANIS 30.1 für Lieferung im Frühling 2020 an – zwei weitere Boote sind im Zulauf. Bitte kontaktieren Sie Segel-Experte Lars Reisberg für eine Preis- und Optionsliste und Ihr individuelles Angebot: info@enjoy-yachting.de Er steht Ihnen auch für Detailfragen zum Boot gern zur Verfügung.

Doch nun heißt es: Leinen los für Schweden!

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